FH Niederrhein
Note: 1,7
Preis Komplettarbeit: 169,00 € (inkl. MwSt.)
Preis Literaturverzeichnis: 19,90 € (inkl. MwSt.)
Abgabedatum: 22.08.2003
Zusammenfassung:
Diese Diplomarbeit befasst sich mit der Berechnung einer Fertigmaßtabelle im Damenhosen-Bereich.
Diese Tabelle gibt Oberschenkel-Toleranzbereiche für Gesäßumfänge der Damengrößen G30 - G60 an. Die Ermittlung dieser Daten erfolgte durch die analysierten Zusammenhänge des menschlichen Körpers. Die Grundlage dieser Ausarbeitung stellten die Maße und Abbildungen von 66 Probanden jeden Alters (18-65), Größe und Figurtyps dar. Mit Hilfe dieser Maße und Abbildungen konnten die Verhältnisse von Oberschenkelumfängen zu Gesäßumfängen genauer untersucht, und eine einheitliche Fertigmaßtabelle für alle Figurtypen erstellt werden.
Als Ergebnis dieser Arbeit stellte sich heraus, dass die aufgestellte Tabelle auf 100 % der Probanden (mit den verschiedensten Figurtypen) zutreffend ist. Als praktische Beweisführung für die Anwendbarkeit dieser Arbeit, erfolgte eine Produktentwicklung anhand von 3 Probanden (mehr hätte den Rahmen gesprengt). Weiterhin wurde die Umsetzung dieser Tabelle für alle Größen schnittechnisch überprüft.
Der Anhang beinhaltet alle Abbildungen und Maße der Probanden, sowie sämtliche Berechnungen mit Formelanwendungen in Excel.
Entwicklung der Bekleidungsindustrie in Deutschland
in den letzten 40 Jahren
Mitte der 60er Jahre begann die Bekleidungsindustrie und die großen Versender (wie z.B. Karstadt-Quelle, Otto-Versand, Heine...) zum ersten mal in den Produktionsstätten der nahen Grenzgebiete, wie z.B. zu Italien, Frankreich,
Niederlande, sogenannte „Billigkräfte“ einzustellen. D.h. sie stellten Ausländer aus den angrenzenden Ländern ein, die für wenig Lohn arbeiteten und für die keine Sozialversicherungsabgaben nötig waren. Dem zu Folge konnten
Bekleidungsstücke aus diesen Betrieben besonders kostengünstig angeboten werden.
Doch damit nicht genug. Die Entwicklung ging weiter in die Richtung der Kostenersparnis, und so entstand die „passive Lohnveredelung“, d.h. die Entwicklung der Kollektionen fand weiterhin in Deutschland statt, jedoch wurden
die entsprechenden Daten zusammen mit Materialcontainern zur kompletten Produktion in ausländische Produktionsstätte versand. Die Zahlung der Produkte erfolgte pro Stück, was immer noch kostengünstiger war, als mit ausländischen Arbeitern in Deutschland zu produzieren. Die Tatsache, dass
Betriebe im Ausland fertigen ließen/lassen, wurde jedoch oftmals in der Öffentlichkeit verleugnet.
Um noch mehr Kosten einsparen zu können, begannen die Firmen ihre eigenen Produktionsstätten im Ausland aufzubauen, was nicht gerade wenig waren. Die Materialien für die Produktion kamen allerdings weiterhin von deutschen
Versendern. Es dauerte natürlich nicht lange, bis auch der Einkauf der Materialien im Ausland erfolgte, da die Materialien in Deutschland zu teuer waren. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich nur noch die Schnitt- und Musterabteilungen der Firmen in Deutschland, welche die Vorgaben (Musterteile, Schnitt und Begleitdaten) für die ausländischen Produktionsstätte ausarbeiteten.
Da der Preisdruck jedoch immer noch stieg, stiegen viele Betriebe auf den sogenannten „Vollkauf“ um, was bedeutet, dass nur noch Bilder/Skizzen und Fertigmaßtabellen zu dem entsprechenden Produkt ins Ausland versand werden und die Schnitterstellung, Musteranfertigung sowie anschließende
Produktion komplett im Ausland erfolgt. Dies hatte zur Folge, dass die teuren Produktentwicklungs-Abteilungen in
Deutschland geschlossen wurden und Qualitätsentwickler eingestellt wurden, welche für das Erstellen der Modelle und der Fertigmaßtabellen für´s Ausland zuständig sind.
Bekleidung, Damenhosen, Fertigungsmasstabellen, Produktentwicklung, Figurtypen