Wirtschaftsuniversität Wien
Note: 2,0
Preis Komplettarbeit: 139,00 € (inkl. MwSt.)
Preis Literaturverzeichnis: 24,90 € (inkl. MwSt.)
Abgabedatum: 09.01.2002
Zusammenfassung: Bilanzierung/Rechnungswesen/Finanzmärkte
Die Bilanzierung von Stock Options ist ein auf internationaler Ebene kontrovers diskutiertes Thema, das in den vergangenen Jahren aufgrund diverser Vorstöße zur Neuregelung und der Forderung vieler international tätiger Unternehmen nach einheitlichen Regeln an Dynamik dazugewonnen hat. Die Frage, ob die mittlerweile weit verbreitete Gewährung von Aktienoptionen an Mitarbeiter zu einer erfolgswirksamen Erfassung von Personalaufwand im Jahresabschluss der Unternehmen führen oder lediglich als Anhangangabe Berücksichtigung finden soll, spaltet die Literaturmeinung in zwei Lager.
Im Rahmen dieser Arbeit wird der Versuch unternommen, den Bogen von den derzeitigen Bilanzierungsregeln nach US-GAAP, IAS und deutschem HGB zu den Vorschlägen zur Vereinheitlichung eines international gültigen Bilanzierungsstandards zu spannen. Da letzteres ein in den Anfängen steckender Prozess ist, kann nur eine Momentaufnahme erstellt und eine Prognose gewagt werden.
Zu Beginn der Arbeit wird ein kurzer Abriss der Entstehung und Entwicklung von Stock-Option-Systemen erstellt, der die steigende Bedeutung dieses Vergütungssystems veranschaulichen soll. Danach folgt eine Darstellung der rechtlichen Grundlagen in Deutschland, die für das Verständnis der Bilanzierungsmethodik von Aktienoptionen nach HGB unerlässlich ist. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf jenen Neuregelungen in Deutschland, die eine weitgehende Implementierung von Stock-Option-Plänen in deutschen Unternehmen erst ermöglicht haben.
Im Anschluss daran wird zunächst die Bilanzierung von Stock Options nach US-GAAP dargelegt und in weiterer Folge mit den Regelungen nach deutschem Handelsrecht und IAS verglichen. Kapitel 5 widmet sich in kurzer Form der Bilanzierung von Stock Appreciation Rights nach US-GAAP, IAS und HGB.
Im folgenden Kapitel werden die diversen Vorschläge zur Neuregelung bzw. Vereinheitlichung der Bilanzierung von Stock Options auf internationaler Ebene vorgestellt. Ein großer Teil der Arbeit widmet sich den Eckpunkten des Diskussionspapiers der G4+1, des deutschen Positionspapiers und des Entwurfs zum Deutschen Rechnungslegungsstandard in Verbindung mit aktuell daran geäußerten Kritikpunkten, Stellungnahmen und Verbesserungsvorschlägen.
Die Gründe für die schwierige Umsetzung der geplanten Vereinheitlichung der bilanziellen Regelungen auf internationaler Ebene und die aktuelle Diskussion darüber kommen ebenfalls nicht zu kurz.
Im Anschluss daran folgt ein Ausblick, wohin der Weg für deutsche Unternehmen bei der Bilanzierung von Aktienoptionen und ähnlichen Entgeltformen führen wird. Im letzten Kapitel werden die gesammelten Ergebnisse noch einmal zusammengefasst.